23.02.2026 / Preise attraktiv, Nachfrage könnte Befestigung bringen
Angesichts geringer Nachfrage bewegte sich der Cashew-Markt in den vergangenen Wochen kaum. Unmittelbar nach dem Ende der Tet-Festivitäten setzte nun letzte Woche lebhafte Nachfrage ein, die vor allem aus Ausschreibungen aus Europa stammte. Der meist kurze Zeithorizont dieser Anfragen belegt einmal mehr, dass die Abnehmer weiterhin nur knapp disponiert sind und weitgehend von der Hand in den Mund leben.
Der Weltmarkt rechnet weiterhin mit grossen Ernten aus der Elfenbeinküste und Kambodscha. Erste Berichte zur Rohware deuten mindestens partiell auf geringe Qualität hin, was die Preise für gute Qualtäten antreibt. Frühe Meldungen aus der Elfenbeinküste stufen die Erträge unter Vorjahresniveau ein. Aktuell lassen sich jedoch noch keine verlässliche Prognosen stellen, vielmehr werden die die Berichte und Anlieferungen der nächsten 1 bis 2 Monate den weiteren Verlauf des Marktes prägen.
Die weitere Entwicklung des Marktes wird – wie üblich – massgeblich von der Nachfrage aus den USA, China und Europa bestimmt. Dass Vietnam nun von einer lebhaften Nachfrage berichtet erstaunt nicht, bewegen sich die aktuellen Preise doch im historischen Vergleich auf einem durchaus attraktiven Niveau. Global betrachtet darf ein ausreichendes Angebot an Rohware erwartet werden, so dass die Fundamentaldaten keinen Anlass zu Preissteigerungen geben sollten. Vorbehalten bleibt die bekannte Volatilität als Folge der diversen mannigfaltigen Einflüsse sowohl seitens Angebot als auch Nachfrage. Zu nennen ist hier nicht zuletzt der Einfluss der unberechenbaren Zollpolitik der USA, die als grösste Destination die Nachfrage massgeblich beeinflussen.
Wir sehen damit attraktive Ursprungspreise, was zusammen mit dem sehr schwachen US Dollar zu sehr attraktiven Angeboten führt. Wir empfehlen, die Deckung des Bedarfes über die nächsten 3-6 Monate zu prüfen. Zögern Sie nicht, uns dazu Ihre Anfrage zu senden.