18.05.2026 / Kalifornische Mandeln: Verladungen April 2026
Der April-Positionsbericht zeigt folgende Eckwerte:
Laufende Kampagne | Veränderung zu Vorjahr | |
Verladungen im Berichtsmonat | 220 Mio lbs | -8.8 % |
Verladungen aus laufender Ernte | xxx Mia lbs | -2.7 % |
Anlieferungen der Erzeuger | xxx Mia lbs | -0.8 % |
Auftragsbestand | xxx Mio lbs | -1.6 % |
Nach zwei starken Monaten verzeichnete die kalifornische Mandelindustrie im April 2026 schwächere Verschiffungen und Verkäufe als im Vorjahr. Die gesamten April-Lieferungen beliefen sich auf rund 220 Mio lbs und lagen damit knapp 9 % unter dem Vorjahr. Seit Saisonbeginn summieren sich die Auslieferungen auf knapp 2 Mia lbs, was nur noch rund 2.7 % unter dem Vorjahr liegt - eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Rückstand von fast 10 % Ende 2025. Besonders der Export bleibt der wichtigste Wachstumstreiber und macht inzwischen etwa 78 % aller Lieferungen aus.
Die Exportverschiffungen lagen im April zwar rund 11 % unter dem Vorjahresmonat, bewegen sich saisonübergreifend jedoch weiterhin leicht über Vorjahr. Der US-Inlandsmarkt bleibt dagegen schwächer und liegt kumuliert nun rund 14 % zurück. Insgesamt zeigt sich eine vorsichtige Kaufhaltung vieler Marktteilnehmer, da viele Käufer sich weiterhin nur kurzfristig eindecken. Regional entwickelten sich die Märkte unterschiedlich. Europa bleibt ein stabiler Absatzmarkt, kauft aber weiterhin sehr vorsichtig. Indien importierte im April deutlich weniger Mandeln, verfügt jedoch über niedrige Lagerbestände und wird sich voraussichtlich bald wieder stärker eindecken müssen - insbesondere wegen der späteren Diwali-Saison 2026. Gleichzeitig könnte China wegen Qualitätsproblemen der australischen Ernte stärker auf kalifornische Ware angewiesen sein. Dies könnte den Markt für Schale-Ware deutlich stärken. Im Nahen Osten belasteten geopolitische Spannungen und Hafenprobleme weiterhin den Handel. Neue Umschlagplätze wie Pakistan und die Türkei gewinnen jedoch an Bedeutung. Trotz logistischer Schwierigkeiten bleibt die Nachfrage grundsätzlich vorhanden.
Die neue Ernte 2026 wird aktuell auf 2.7 Mia lbs geschätzt und damit ähnlich hoch wie in den beiden Vorjahren. Gleichzeitig sinkt die Mandelanbaufläche in Kalifornien bereits das vierte Jahr in Folge. Besonders bemerkenswert ist, dass erstmals seit 1995 auch die produktive Fläche zurückgeht.
Marktseitig spricht vieles für stabile bis leicht festere Preise. Die Lagerbestände hochwertiger Nonpareil-Mandeln gelten als knapp, während Indien und China gleichzeitig zusätzlichen Bedarf entwickeln könnten. Zudem sind die Pistazienmärkte angespannt, was die Nachfrage nach Mandeln zusätzlich unterstützen könnte. Risiken bestehen weiterhin durch wirtschaftliche Unsicherheit, Wechselkurse, Inflation und geopolitische Entwicklungen. Die kommenden Monate dürften damit einen ausgeglichenen bis festen Markt mit stabilen Preisen und weiterhin guter globaler Nachfrage bringen.
Wir empfehlen, den Bedarf bis mindestens Ende Jahr zu prüfen und Deckungslücken zu schliessen.