13.10.2025 / Kalifornische Mandeln: Verladungen September 2025
Der September-Positionsbericht zeigt folgende Eckwerte:
Laufende Kampagne | Veränderung zu Vorjahr | |
Verladungen im Berichtsmonat | 197 Mio lbs | -7.6 % |
Verladungen aus laufender Ernte | 355 Mio lbs | -7.1 % |
Anlieferungen der Erzeuger | 992 Mio lbs | -4.1 % |
Auftragsbestand | 549 Mio lbs | -17.7 % |
Auch im September hat Kalifornien weniger Mandeln verladen als im Vorjahresmonat, und erneut ist es primär der Inlandabsatz, der weiterhin lahmt. Dass im Berichtsmonat nun auch die Verkäufe deutlich unter Vorjahr liegen erklärt sich einerseits mit der Zurückhaltung der Verkäufer in der ersten Hälfte des Monates und andererseits mit geringem Interesse der Käufer in der zweiten.
In den Plantagen sind die Erntearbeiten der späteren Sorten noch in vollem Gange. Zwar begann die Lese der frühen Sorten sehr zeitig, aber auf Grund mehrerer verbreiteter Niederschläge ergaben sich immer wieder Verzögerungen in Form von erzwungenen Unterbrüchen und zusätzlichen Trocknungszeiten. Die Anlieferungen zeigen weiterhin ein sehr uneinheitliches Bild: einige Regionen vermelden zwar gute Erträge, mehrheitlich jedoch beobachten die Erzeuger Mindererträge im Bereich von 10-20 % gegenüber Vorjahr, was im Allgemeinen zu Erwartungen im Bereich von 2.7 - 2.8 Mia lbs führt.
Damit sehen wir weiterhin eine anspruchsvolle Ausgangslage: Die Erzeuger sind weiterhin der festen Ansicht, dass die Ernte unter Erwartungen ausfallen wird und zeigen damit nur verhaltenes Verkaufsinteresse. Entsprechend fällt die Auftragslage schwach aus, was bei den Verkäufern jedoch in Erwartung steigender Preise und der geringen Deckung breiter Käuferschichten keinerlei Grund zu Beunruhigung ist. Die Käufer wiederum leben von der Hand in den Mund und wetten in der Hoffnung auf gute Erträge auf einen Verkaufsdruck und damit sinkende Preise. Entsprechend gross sind die Volatilität und die damit einhergehenden Risiken. Vor diesem Hintergrund empfehlen wir, den Markt zu begleiten und die Deckung des Bedarfs bis Mitte 2026 zu prüfen.