13.06.2025 Kalifornische Mandeln: Verladungen Mai 2025

Der Mai-Positionsbericht zeigt folgende Eckwerte:


Laufende Kampagne

Veränderung zu Vorjahr

Verladungen im Berichtsmonat

212 Mio lbs

-6.3 %

Verladungen aus laufender Ernte

2.26 Mia lbs

-1.9 %

Anlieferungen der Erzeuger

2.71 Mia lbs

11.2 %

Auftragsbestand

402 Mio lbs

-12.7 %


Mit einem Rückgang von 6.3 % gegenüber Vorjahr fallen die Mai-Verladungen am unteren Ende der Erwartungen aus. Während der Export auf Vorjahresniveau liegt fällt der Inlandabsatz nunmehr um 7 % zurück, eine sehr unerfreuliche Tatsache für Kalifornien, beeinflussen doch im Inland weder Zölle noch Währungsschwankungen die Preise. Während der Auftragsbestand knapp 13 % unter dem Vorjahr notiert fallen die Abschlüsse im Mai massiv geringer aus als in den Vorjahren.


Je nach weiterem Tempo der Verladungen in den verbleibenden beiden Monaten dürfte die Ernte 2024 damit einen Übertrag von 500 Mio lbs erbringen.
Die Entwicklung der neuen Ernte verläuft weiterhin gut, die Erzeuger widmen sich emsig den üblichen Kulturarbeiten, wobei dieses Jahr ein überdurchschnittlicher Befallsdruck von Kleinnagern vermeldet wird. Die Wasserverfügbarkeit ist weiterhin gut.


Über die letzten Wochen sah der Markt für laufende Ernte anfänglich Stabilität, anschliessend jedoch gaben die Preise etwas nach, was einerseits fehlendem Interesse der Käufer, andererseits einer gewissen Ausverkaufsstimmung einiger Erzeuger, die ihre Bestände rechtzeitig auflösen wollten, zugeschrieben wird. Eine Trendwende ist denkbar, sobald diese Bestände geräumt und die günstigen Angebote damit vom Tisch sind. Der geringe Auftragsbestand ist nicht nur für Kalifornien ein Warnzeichen, auch Käufer sollten ihn in ihrer Risikobewertung berücksichtigen. In Indien, einem der Hauptabnehmerländer, beginnen die Festivitäten um das wichtigste Hindu-Fest Diwali am 20. Oktober, was bedeutet, dass dieser Bedarf mit Ware aus Ernte 2024 zu bedienen sein wird. Die äusserst geringen Vorverkäufe für Ernte 2025 sind ebenfalls im Auge zu behalten. Sie sind das Resultat beidseitiger Zurückhaltung: die Erzeuger erachten die subjektive Schätzung von 2.8 Mia lbs als überhöht, und die Käufer halten als Folge der gegenüber Vorjahr klar gestiegenen Preise ebenfalls zurück. Weiter sind auch die tarifären Unsicherheiten in Europa zu nennen. Sollten diese im Juli geklärt werden, so ist eine rasche Zunahme der Nachfrage denkbar. Diese Ausgangslage bietet erhebliches Potential für festere Preise, sollte die objektive Schätzung am 10. Juli unter der subjektiven ausfallen.


Wir empfehlen, allfälligen Bedarf für laufende Ernte rasch zu decken und Angebote für neue Ernte zu prüfen.