13.02.2025 Kalifornische Mandeln: Verladungen Januar 2025
Der Januar-Positionsbericht zeigt folgende Eckwerte:
Laufende Kampagne | Veränderung zu Vorjahr | |
Verladungen im Berichtsmonat | 229 Mio lbs | -3.1 % |
Verladungen aus laufender Ernte | 1.37 Mia lbs | -0.6 % |
Anlieferungen der Erzeuger | 2.66 Mia lbs | 19.6 % |
Auftragsbestand | 572 Mio lbs | -10.3 % |
Obschon die Januar-Verladungen leicht unter Vorjahr ausfallen zeigt sich Kalifornien erleichtert, kursierten doch im Vorfeld deutlich tiefere Erwartungen. Sehr zur Freude der Anbieter fielen die Verkäufe etwas höher aus als im Vorjahresmonat, der seinerseits bereits sehr hoch lag. Die wohl wichtigste Zahl ist die der Anlieferungen der Erzeuger: Im Januar wurden bloss noch 89 Mio lbs registriert, so dass die Anlieferungen nunmehr insgesamt 2.66 Mia lbs betragen und damit im Bereich von 2.7 Mia enden werden, die objektive Schätzung von 2.8 Mia lbs wird nicht zu erreichen sein.
Damit richten sich aller Augen auf die Blüte im Central Valley, die nunmehr begonnen hat. Die Witterungsbedingungen sind bis dato gemischt, die Temperaturen über die letzten Tage waren etwas kühl, was allerdings nicht zwingend schlecht ist, denn damit verbleiben die Blüten länger an den Bäumen, woraus sich ein grösseres Zeitfenster für die Bestäubung ergibt. Für die nächsten Tage werden zuerst Niederschläge und anschliessend trockenes und wärmeres Wetter erwartet. Insgesamt sind die Bedingungen damit zwar nicht perfekt, aber allemal gut. Die Reservoire sind mehrheitlich gut bis teilweise sogar sehr gut gefüllt, im Sommer wird also ausreichend Wasser für die Kulturen verfügbar sein.
Bei anhaltendem Tempo der Verkäufe sind Verladungen aus laufender Kampagne im Bereich von 2.7 Mia lbs denkbar, Angebot und Nachfrage wären damit ausgeglichen, was stabile Preise erwarten liesse. Allerdings sind verschiedene wichtige Destinationen nach wie vor deutlich unterdeckt, u.a. der arabische Raum, der im Nachgang zum in zwei Wochen beginnenden Ramadan mit einsetzender Nachfrage die Preise anschieben könnte. Da weiterhin verschiedene Käuferschichten hüben wie drüben von der Hand in den Mund leben besteht aktuell wenig Potential für tiefere Preise. Erschwerend kommt hinzu, dass als Folge der im Februar gestarteten Kooperation der Reedereien Hapag-Lloyd und Maersk die Schiffskapazitäten ab Kalifornien reduziert wurden. Damit erhöhen sich bereits jetzt nicht nur die Preise, sondern auch die Transitzeiten im Transatlantikverkehr. Dies könnte Käufer mit Unterdeckung in Not bringen und in der Folge die Preisentwicklung befeuern.
Die Witterungsbedingungen der kommenden Wochen werden damit die weitere Preisentwicklung unmittelbar beeinflussen, allfällige negative Ereignisse werden zu Preisbefestigungen führen. Unsere Empfehlung: schliessen Sie allfällige Deckungslücken bis Ende Jahr umgehend.