11.04.2025 Kalifornische Mandeln: Verladungen März 2025

Der März-Positionsbericht zeigt folgende Eckwerte:


Laufende Kampagne

Veränderung zu Vorjahr

Verladungen im Berichtsmonat

221 Mio lbs

-6.6 %

Verladungen aus laufender Ernte

1.81 Mia lbs

-1.6 %

Anlieferungen der Erzeuger

2.701 Mia lbs

10.8 %

Auftragsbestand

574 Mio lbs

-0.3 %

 

 

Wie in den beiden Vormonaten fallen die Verladungen von kalifornischen Mandeln auch im März unter dem Vorjahresergebnis aus. Besonders unschön ist dabei der Inlandabsatz, der im Vorjahresvergleich ein Minus von 17 % zeigt. Insgesamt jedoch entspricht das Ergebnis den Erwartungen. Die Verkäufe lagen im Vergleich höher, dies trotz geringer Inlandnachfrage und steigenden Preisen sowie allgemeiner Unsicherheit als Folge des Wirrwarrs um Zölle und Gegenzölle.


Die Anlieferungen aus laufender Ernte haben nun die 2.7 Mia lbs-Marke knapp überschritten. Bei anhaltendem Tempo seitens der Verladungen wird der Übertrag um 500 Mio lbs ausfallen, wobei jetzt schon klar ist, dass die Verfügbarkeit verschiedener Artikel problematisch sein wird.


Die Entwicklung der neuen Ernte verläuft bis dato normal. Zwar zogen diverse Frühlingsstürme, teilweise mit Hagel, durch das Central Valley, doch die Schäden hielten sich in Grenzen. Der Nussansatz sieht weiterhin gut aus. Allerdings sind die Folgen der verminderten Kulturmassnahmen und reduzierten Düngergaben der Vorjahre nicht zu übersehen, so dass die Erwartungen der Erzeuger aktuell auf eine mögliche Ernte im Bereich von 2.5 - 2.8 Mia lbs deuten.


Das Hauptthema der letzten Wochen waren die angedrohten "reziproken" Importzölle und die Gegenmassnahmen dazu. Der für Importe in die EU beschlossene Zoll von 25 % auf Mandeln soll nun erst per 01.12. in Kraft treten. Änderungen auf Grund von guten oder weniger guten Deals sind zu erwarten.


Kalifornien ist es damit gelungen, trotz der grossen Unsicherheiten die Preise weiter anzuziehen. Nun, da die Käufer in Westeuropa die Gewissheit haben, für laufende Ernte keine Zölle entrichten zu müssen, erwarten wir einen Nachfragezuwachs, was den Preistrend weiter unterstützen wird. Deckungslücken aus laufender Ernte sollten damit sehr zeitnah geschlossen werden.