10.07.2026 / Kalifornische Mandeln: Verladungen Juni 2026

Der Juni-Positionsbericht zeigt folgende Eckwerte:


Laufende Kampagne

Veränderung zu Vorjahr

Verladungen im Berichtsmonat

213 Mio lbs

14.1 %

Verladungen aus laufender Ernte

2.43 Mia lbs

-0.9 %

Anlieferungen der Erzeuger

2.69 Mia lbs

-0.7 %

Auftragsbestand

368 Mio lbs

18 %

 

 

Der Juni brachte der kalifornischen Mandelindustrie starkes Wachstum. Die Verladungen stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 14.1 % auf 213 Mio lbs. Treiber waren die Exporte (+20.6 %), während der Inlandabsatz mit -3.1 % weiterhin schwach ausfällt. Kumuliert liegen die Verladungen nur noch knapp 1 % unter Vorjahr, der Rückstand der ersten Saisonhälfte ist praktisch wettgemacht.


Die Verladungen entwickelten sich insbesondere in den Exportmärkten sehr erfreulich. Westeuropa, Japan sowie der Nahe Osten verzeichneten deutliche Zuwächse, während Indien trotz leicht tieferer Importe eine stabile Nachfrage zeigt. Die Verkäufe entwickelten sich ebenfalls sehr positiv: Neuabschlüsse und offene Lieferverpflichtungen liegen deutlich über dem Vorjahr, während die noch unverkauften Bestände um rund 18 % zurückgegangen sind. Dadurch dürfte der Übertrag im Bereich von rund 500 Mio lbs. ausfallen, deutlich tiefer als noch vor wenigen Monaten erwartet. Und mit Vorverkäufen von 148 Mio lbs präsentiert sich auch die neue Saison bereits jetzt deutlich besser als im Vorjahr.


Die Ernte 2026 beginnt voraussichtlich etwas früher als üblich. Die Erträge dürften in etwa dem Vorjahr entsprechen oder, nach letzten Schätzungen, allenfalls sogar leicht tiefer ausfallen. Aktuell berichten die Erzeuger von steigendem Befallsdruck, dessen Auswirkungen abzusehen sind.
Wir sehen damit über die letzten Monate eine nach und nach deutlich verbesserte Stimmung. Kräftige Exportnachfrage, sinkende Bestände und eine solide Verkaufsentwicklung stützen die Ursprungspreise, die gegenüber dem Vorjahr weiterhin an Terrain gewinnen. Zusätzliche Nachfrage könnte die neue EU-Zollregelung bringen, die seit dem 1. Juli innerhalb des Kontingents die zollfreie Einfuhr von US-Mandeln in die Gemeinschaft erlaubt. Der Wegfall der objektiven Schätzung dürfte stabilisierende Wirkung auf die Preise haben, was den Erzeugern in die Karten spielt. Der starke Berichtsmonat hebt die Stimmung im Ursprung enorm, kein Wunder, wenn man bedenkt, dass das Umfeld (u.a.: erstarkender US Dollar, anhaltende Probleme an der Strasse von Hormus) wenig hilfreich war. Die Erzeuger dürften für den Moment an ihrer bisherigen Strategie festhalten und die Angebote weiter vorsichtig dosieren. Die Lese der ersten Felder wird ihnen eine erste, frühe Einschätzung der Erträge erlauben, mit entsprechendem Einfluss auf die Angebotslage.


Angesichts der weltweit übersichtlichen Lagerbestände und insbesondere auch im Vorfeld der indischen Diwali-Nachfrage scheint ein Preisrückgang äusserst unwahrscheinlich. Käufer sind damit gut beraten, ihren kurz-- und mittelfristigen Bedarf rechtzeitig abzusichern. Zögern Sie nicht, uns dazu anzufragen.